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Echte Innovationen durch Grundlagen- und angewandte Forschung

Der Motor für Forschung und Entwicklung in Österreich sind die Unternehmen. Deshalb ist klar, angewandte Forschung für Produktionsunternehmen muss in Österreich im Fokus stehen. Nur wenn wir heute in Forschung, Innovation und Nachhaltigkeit investieren, kann sich Österreich auch in Zukunft als dynamischer und wettbewerbsfähiger Wirtschaftsstandort präsentieren.

Wir von PROFACOTOR haben uns in den letzten Jahren vor allem als Problemlöser für die Industrie einen Namen gemacht. Diese Produkte und Lösungen, die wir entwickeln, sichern die Wettbewerbsfähigkeit unserer Industriepartner und so den Standort Österreich.

Was oft in Vergessenheit gerät ist, wo diese High-tech-Lösungen ihren Ursprung haben und wie viel Entwicklungsarbeit darin steckt. Echte Innovationen sind das Ergebnis jahrelanger Grundlagen- und angewandter Forschung. Sie erkennt man daran, dass das Know-how in Geld transferiert wird, also in neue Lösungen und Produkte fließt. Ohne Grundlageforschung wird es keinen Durchbruch neuer Technologie geben. Wir brauchen beides, Grundlagen- und angewandte Forschung, eines bedingt das andere. Die Diskussion um die Aufteilung der Forschungsgelder, ist meiner Meinung nach reines Politikum. Sinnvoll wäre es, sich anzusehen, wie andere innovative Länder ihre Innovationsprozesse erfolgreich gestalten.

PROFACTOR verbindet seit 15 Jahren die beiden Welten Wissenschaft und Wirtschaft. iRob Feeder, ein Gesamtsystem zur individuellen robotischen Bestückung, ist ein Paradebeispiel dafür, wie bei PROFACTOR Grundlagen- und angewandte Forschung Hand in Hand gehen. In der ersten Entwicklungsphase haben wir uns seinerseits auf Erkenntnisse der Grundlagenforschung gestützt und dann anwendungsorientiert weitergeforscht. Begonnen haben wir mit dem Thema 3-D-Bildverarbeitung für das Lackieren und Sandstrahlen. Bei der Forschungsarbeit entdeckten wir, dass großes Potential im Greifprozess steckt. Deswegen starteten wir vor drei Jahren zusammen mit dem innovativen KMU IH-Tech das Projekt „Griff in die Kiste“. Das Ergebnis daraus ist iRob Feeder. Dieses System erkennt unterschiedliche Werkstücke in unterschiedlicher Lage, greift sie und positioniert sie richtig für die Weiterverarbeitung. Nun nehmen wir das Umrüsten genauer unter die Lupe. Dazu entwickeln wir einen intuitiv programmierbaren Greif-Demonstrator. Die Technologie dazu entsteht im FIT-IT-Projekt AHUMARI.

Auch das Grundlagenwissen aus dem Bereich „Piezotechnologie“ wird heute von uns in eine Vielzahl von Anwendungen – derzeit jedoch nur im Prototypen-Stadium – übergeführt. Der Einsatz in der Serie braucht natürlich noch Entwicklungszeit und Geld, doch die Ergebnisse der anwendungsorientierten Forschung werden sich gewiss in ein paar Jahren in Autos oder Werkzeugmaschinen serienmäßig wiederfinden.

Als eine der „Zukunftstechnologien“ gilt die Nanotechnologie. Bereits jetzt profitieren von der Elektronik- über die Automobil- bis hin zur Holzindustrie zahlreiche Branchen von den Entwicklungen. Der gesamte Nanostrukturierungsmarkt wird auf etwa 300 Millionen Euro im Jahr geschätzt. Davon entfallen etwa 250 Millionen auf die Nanoimprint-Lithographie (NIL), einem Forschungsschwerpunkt bei uns im Haus. Hier bewegen wir uns ganz klar in der Grundlagenforschung. Im von uns koordinierten EU-Projekt NIM_NIL sollen erstmals Materialien mit negativem Brechungsindex für den sichtbaren Bereich hergestellt werden. Diese künstlich hergestellten Materialien eröffnen völlig neue Möglichkeiten: ideale Linsen für die optische Industrie, um nanometergroße Objekte mit einem Lichtmikroskop aufzulösen, bis hin zu Tarnkappen, die damit erstmals auch physikalisch realisierbar würden.

Bei uns entstehen Innovationen nach dem Motto:
Research is the transformation of money into knowledge –
Innovation is the transformation of knowledge into money. (3M Laboratories)

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