Dieses Jahr zeigen wir auf der Vienna-Tec innovative Fertigungskonzepte und -strategien für die spanende Industrie. Österreichs einzige branchenumfassende Fertigungstechnologie-Messe für Industrie und Gewerbe findet heuer von 12. bis 15. Oktober statt. In Halle B (Stand B0747) stellen wir unsere Leistungen und Technologieinnovationen zur Zerspanung von neuen Werkstoffen vor. In Halle C (Stand C0713) präsentieren wir zudem gemeinsam mit Lenzing Technik eine Demozelle mit Prüfroboter.
Neue Methoden zur Zerspanung von Werkstoffen
In der Automobil- und Luftfahrtindustrie ist die Verringerung von Energie- und Treibstoffverbrauch ein wichtiges Kriterium in der Konstruktion. Dieses wird häufig durch den Einsatz von Werkstoffen mit höherer Festigkeit und gleichzeitig geringerem Gewicht realisiert. Die Kombination von Werkstoffen, wie z.B. Aluminium und Magnesium, leistet ebenfalls einen Beitrag zur Ressourcenschonung. Neue Materialen, wie Titanaluminid-Legierungen und Verbundwerkstoffe, stellen die zerspanende Fertigung vor große Herausforderungen. Um diese wirtschaftlich zu bewältigen, arbeiten wir laufend an Entwicklungen im Schneidstoff-, Werkzeugmaschinen- und Werkstoffbereich.
Für Werkzeug-Stahlhersteller entwickeln wir beispielsweise Bearbeitungsstrategien für schwer zerspanbare Materialien. Fräswerkzeugauswahl, Zustellstrategien und Schnittparameter werden auf die jeweiligen Werkstoffe abgestimmt. Das Know-how geben die Stahlhersteller an ihre Kunden weiter. So können diese von Anfang an mit größtmöglichem Zerspanvolumen pro Zeit fertigen. Für den Bereich der Titan-Bearbeitung analysieren wir den Zerspanungsprozess mittels Hochgeschwindigkeitsinfrarotkamera, Schnittkraftmessung und Standzeitmessung. Zudem unterstützen wir Werkzeugmaschinenhersteller mit Konzepten und Berechnungen zum Fräsen von harten Materialen. Das trägt zur Kostenreduktion und Qualitätssteigerung durch Optimierung von Prozessen bei. Auch die Simulation von Zerspanungsprozessen wird angeboten, um Entwicklungskosten zu senken.
Demozelle mit Prüfroboter von PROFACTOR und Lenzing Technik
Auf der Vienna-Tec präsentieren wir außerdem gemeinsam mit Lenzing Technik eine Demozelle mit Prüfroboter. Der Roboter sortiert fehlerhafte Bauteile aus. Damit wird Qualitätskontrolle sowohl zwischen einzelnen Produktionsschritten als auch nach der Produktion ermöglicht. Das Besondere an diesem Prüfsystem ist, dass die Prüfreihenfolge individuell, schnell und einfach eingestellt werden kann. Die Bauteile werden auf Vollständigkeit hinsichtlich Geometrie und Optik untersucht. Neben überaus einfacher Programmierung und Bedienung zeichnet sich das System nämlich durch ein integriertes Kamerasystem aus. Eine Kamera befindet sich auf dem Roboter und ermittelt die optimale Greifposition. Eine zweite Kamera führt die eigentliche Prüfung durch. Der Prüfroboter inspiziert fast alle Seiten des Werkstückes in nur einem Arbeitsschritt. Vor allem bei komplexen Bauteilen, die derzeit noch einen hohen manuellen Prüfaufwand erfordern, bedeutet dies eine wesentliche Effizienzsteigerung.
Hier gibt es zwei Referenzprojekte zum Nachlesen …
Der entwickelte „Trumpf Sensorfinger“ detektiert über induktive Wegmessung die Position des angeschlagenen Bleches in der Abkantpresse. So können Bleche auf ein Zehntel Millimeter genau gebogen werden. Weltweit wurden schon über 100 Maschinen mit unseren Sensorfingern ausgeliefert.
Gemeinsam mit der Anger Maschinen GmbH führten wir die Simulation der Bearbeitungsmaschinen mit mehreren Spindeln ein. Dadurch werden die Zeiten der zerspanenden Bearbeitung verringert und Kollisionen bereits in der Entwicklung erkannt. Auf diese Weise wurden die Wirtschaftlichkeit und Sicherheit der gesamten Fertigung erfolgreich verbessert.