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Roboter helfen beim Verpacken

Roboter und Packer werden zusammenarbeiten (Bildquelle: TU München)

Wie Roboter bei der Verpackung großer LCD-Fernseher den Arbeitern helfen könnten, untersuchen wir im EU-Forschungsprojekt „CustomPacker“. Koordinator des 2,6 Millionen Euro schweren Projektes ist die Technische Universität München. Das Ziel: Ein Knochenjob soll künftig von Robotern erledigt werden. Gleichzeitig sollen die relativ hohen Verpackungskosten sinken, damit vor allem europäische Mittelständler international konkurrenzfähig bleiben.

Gemeinsamer Arbeitsraum ohne Sicherheitsabstand

Im Projekt entwickeln wir eine neue Generation von Helfer-Robotern, die den Packern unter die Arme greifen sollen. Dazu müssen die Roboter nicht nur lernen, flexibel mit den Produktvarianten umzugehen, sondern auch sensibel auf ihre Umgebung reagieren, damit sie sicher mit Menschen zusammenarbeiten können.

Damit der Roboter weiß, was zu tun ist

Wir im Team Robotik und Adaptive Systeme bei PROFACTOR entwickeln im Projekt die Prozess- und Roboterplanungskomponenten, sowie die 3D-Erkennung des Arbeitsraumes und das gesamte Software-Framework für das Assistenzsystem. Zudem erarbeiten wir auch Methoden im Themenbereich Aktivitätsinterpretation. Das heißt wir entwickeln Verfahren, um mit Hilfe von Bildverarbeitungssystemen verschiedene Aktivitäten des Arbeiters in der Roboterzelle automatisch erkennen und interpretieren zu können. Angezeigt wird zum Beispiel, ob die Person gerade verpackt, auf den nächsten Auftrag wartet, neue Verpackungsstrategien einlernt oder neue Kundenaufträge annimmt. So kann der Roboter im richtigen Moment passend reagieren und dem Arbeiter unter die Arme greifen.

Mensch und Maschine arbeiten Hand in Hand

Ziel des CustomPacker-Projekts ist es, dass ein Roboter den Knochenjob des Packers übernimmt und der Packer nicht mehr auf Sicherheitsabstand gehen muss, wenn der Roboter am Zug ist. Denn schneller verpackt wird, wenn beide gleichzeitig ihre Stärken einsetzen: Der Roboter die der Maschinenkraft, der Mensch die geschickte und flexible Handhabung der kleinen Teile. Fernseher und später auch andere Elektronikgeräte können so schneller und gesundheitsschonend in den Karton gesteckt werden.

Infos zum Projektteam

Das Konsortium des Projekts CustomPacker setzt sich aus sieben internationalen Partnern zusammen. Die TUM mit dem Lehrstuhl für Mensch-Maschine-Kommunikation (MMK) und dem Institut für Werkzeugmaschinen und Betriebswissenschaften (iwb) hat die Koordination übernommen. Mit dabei im Team sind kleine und mittelständische Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus Spanien (Tekniker), Finnland (VTT), Österreich (Profactor, Ferrobotics) und Deutschland (Loewe, MRK Systeme).

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Pressetext der TU München [mehr]

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