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Diplomarbeit über biotechnologische Wasserstoffproduktion prämiert

Bereits zum achten Mal wurde vor rund 300 Gästen im Minoritenkloster der „Innovation Award FH Wels“ Ende Jänner 2011 vergeben. Mit dem vom FH-Förderverein Wels gestifteten Preis werden Diplomarbeiten, die konkrete industrielle Problemstellungen mit besonders innovativen Ideen lösen, ausgezeichnet.

Frauen dominieren beim diesjährigen Innovation Award FH Wels 2011

Frauen dominieren beim diesjährigen Innovation Award FH Wels 2011

Innovation Award FH Wels 2011 geht an PROFACTOR-Wissenschaftlerin

Silvia Nöbauer, Wissenschaftlerin im Bereich Innovative Energiesysteme, beschäftigte sich in ihrer Diplomarbeit mit der Optimierung der biotechnologischen Wasserstoffproduktion und war damit in der Kategorie „Umwelt & Naturwissenschaften“ siegreich. Im Rahmen ihrer Diplomarbeit hat sie im internationalen Projekt „Hyvolution“, koordiniert von PROFACTOR, an der Entwicklung eines Bioprozesses zur dezentralen Herstellung von Wasserstoff gearbeitet.

Auch der Publikumspreis, der mit einer innovativen Lasermessung ermittelt wurde, ging schlussendlich an Silvia Nöbauer. Verliehen wurden die Preise von Bundeministerin Dr.in Beatrix Karl, Landesrätin Mag.a Doris Hummer, dem Welser Bürgermeister Peter Koits, der die Räumlichkeiten in den Minoriten zur Verfügung stellte, dem Fördervereins-Obmann Günter Rübig und dem Sparkassen-Generaldirektor Markus Limberger.

Optimierung der biotechnologischen Wasserstoffproduktion

Wasserstoff wird oft als „Energieträger der Zukunft“ bezeichnet, der keinerlei schädliche Emissionen, insbesondere kein Kohlendioxid, verursacht. Die Wasserstoffproduktion ist jedoch sehr energieintensiv. Wasserstoff kann über biologische Wege mittels Biomasse als Substrat produziert werden. Eine Möglichkeit dazu ist die sogenannte Dunkelfermentation, die durch verschiedene Stoffe, wie zum Beispiel den produzierten Wasserstoff selbst und Stoffwechselprodukte  gehemmt wird.

Die biologische Wasserstoffproduktion ist ein relativ anfälliger Prozess, der im Labor nicht einfach, im Technikumsmaßstab noch viel schwieriger durchzuführen ist. In ihrer Diplomarbeit hat Silvia Nöbauer ein konventionelles und ein neu entwickeltes Hochleistungsbioreaktorsystem zur Wasserstoffproduktion mittels Dunkelfermentation verglichen. Bisher wurden Tropfkörperfermenter zur Wasserstoffproduktion verwendet. Das Team aus dem Bereich Innovative Energiesysteme hat nun ein neuartiges kombiniertes Tropfkörper/Fließbettsystem entwickelt, getestet und automatisiert.

In den Versuchen konnte gezeigt werden, dass der Prozess der Dunkelfermentation in einem kombinierten Tropfkörper/Fließbettsytem sehr stabil ist und allen anderen Fermentationssystemen vorzuziehen ist. So wird auch das nächste Upscale des Projektes im Pilotmaßstab von 580 Liter in diesem System ausgeführt.

Links:

Website HYVOLUTION >>

Artikel in OÖ Nachrichten >>

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