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Editorial: Zu unserer Mission

Als neuer technischer Geschäftsführer von PROFACTOR freut es mich, ein paar Anmerkungen zu meiner Sicht der „Produktion von morgen“ und der „Produktionsforschung von morgen“ zu machen. Die Mission ist klar. Unsere neue  Positionierung ist ganz deutlich: Wir forschen für den Wettbewerbsvorteil der europäischen Industrie. Und: Wir forschen unter Prämissen – das sind Ressourceneffizienz und Nachhaltigkeit zum Nutzen der Menschen. Das tun wir  nicht, weil das Schlagwort Ressourceneffizienz so schön ist, sondern weil die Realität weniger schön ist und Ressourcenmangel lautet.

Peak Oil, der (Preis-)Kampf um Rohstoffe von Kupfer bis zu seltenen Erden, horrende Kosten für CO2-Emissionen bis zur Überalterung der Arbeitnehmerinnen werden die europäische Industrie in den kommenden Jahrzehnten bechäftigen. Ressourceneffizienz wird ein entscheidender Wettbewerbsfaktor. Unsere Forschungsthemen spiegeln das wider. Um ein paar Beispiel zu nennen: Das Forschungsthema „human centered production“ geht davon aus, dass die  Überalterung der Arbeitskräfte die Industrie zur Schaffung völlig neuer Mensch-Maschine Settings zwingt. Mit unserem Fokus auf Assistenzrobotik liegen wir genau richtig. Der „Kollege Roboter“, der derzeit in unserem Labors  entsteht, wird den Arbeitsplatz in der Fabrik der Zukunft nicht ersetzen, sondern aufwerten.

Bei der als eher grundlagenorientierte Forschung angesehenen Nanoimprint-Lithographie gibt es mittlerweile zahlreiche Praxisbeispiele, die unmittelbar auf einen geringeren Verschleiß oder Mitteleinsatzeinsatz abzielen.  Der  Nachhaltigkeitsaspekt bei unserem Fokus auf „Null Fehler Produktion“ liegt auf der Hand. Die Motivation dabei lässt sich freilich nicht auf den Wettbewerbsfaktor „Fehler erkennen und aussortieren“ reduzieren. Unser Verständnis beinhaltet „intelligente Maschinen“, die herunter bis zur Losgröße 1 Qualität sichern, fehlerfreie Abläufe garantieren und rechtzeitig in den Prozess eingreifen. Auf der Hand liegt der die Ressourceneffizienz bei unseren Lösungen, den „Industrieabfall“ CO2 als Wertstoff zu binden. Hier sind wir mit unseren chemisch-physikalischen oder biotechnologischen Ansätzen in Österreich in jedem Fall Vorreiter für jene Branchen, die technisch kaum eine Möglichkeit haben, Emissionen in relevantem Ausmaß zu verringern. Ich bin überzeugt, dass wir uns mit dem Fokus unserer Forschung auf definitive Zukunftsthemen der Abhängigkeit von Konjunkturzyklen zumindest im Ansatz entziehen können.

 

 

 

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