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Ressourceneffizienz im Fokus: Vordenker, Bremser und Esoteriker

 

PROFACTOR bekennt sich unmissverständlich zur Ressourceneffizienz: “Technologische Entwicklungen erfolgen unter der Prämisse Ressourceneffizienz…” heißt es in der vor Kurzem neu definierten Mission des Unternehmens. Dass der Begriff Ressourceneffizienz mittlerweile das Etikett “Trendbegriff” trägt, steht dabei außer Zweifel. PROFACTOR begründet die Verwendung des Begriffes vereinfacht gesagt mit einer Antizipierung des Faktums, dass die Ressourcen endlich sind – und zwar alle, mit denen wir im Spektrum der Produktionsforschung zu tun haben: Das schließt die Ressourcen “junge und belastbare Arbeitskräfte” ebenso ein “wie Selten Erden” und Energie.

Ein kurzer Überblick über die Inanspruchnahme des Begriffes in Politik, Industrie und Gesellschaft:

Der “Fahrplan für ein ressourcenschonendes Europa” September 2011 von der EU-Komission verabschiedet und fokussiert durchaus engagiert auf die “natürlichen Ressourcen”. Dagegen gibt es freilich auch innerhalb der EU kritische Stimmen. In einem Entschließungsentwurf des EU-Rates vom Dezember 2011 heißt es unter anderem, dass neben den positiven Effekten für die europäische Wirtschaft auch die “negativen Nebenwirkungen” der Ressourceneffizienz diskutiert werden müssten. Das wären Arbeitsplatzverluste in bestimmten Sektoren oder Rebound-Effekte wie das Carbon-Leakage, das Abwandern von CO2-intensiver Produktion ins Ausland). Für den Wandel zu einer ressourceneffizienten Wirtschaft fordern die Minister nach Angaben des Umweltinformationsdienstes ENDS Daily außerdem eine berechenbare Finanzierung.

In Österreich wurde das Thema Ressourceneffizienz vom Lebensmisiterium vor wenigen Tagen bei einer Pressekonferenz forciert. Der von Minister Niki Berlakovic vorgestellte Ressourceneffizienz-Aktionsplan (es soll der erste entsprechende Fahrplan in der EU  sein) konzentriert sich auf Produktion, öffentliche Beschaffung, Abfallwirtschaft und Bewusstseinsbildung. Vorsichtig kritische Stimmen kommen in Österreich von der Industriellenvereinigung, aber: “Für die Industrie ist die Reduktion des Rohstoffeinsatzes kein Selbstzweck.” Die Kosten der Reduktion des Rohstoffeinsatzes müssten dem jeweiligen Nutzen gegenübergestellt werden.”

Klarere und wengier diplomatische Worte finden die Kritiker im Nachbarland Deutschland: Der Bundesverband für Mineralische Rohstoffe etwa sieht die Ressourceneffizienz in Deutschland als Irrweg, der letztendlich die Haushalte massiv belasten würde.

Die Pläne des Lebensministers in Österreich sind sind ungeachtet der Einwürfe optimistisch: Die Ressourceneffizienz soll in den Jahren 2008 bis 2020 um 50 Prozent gesteigert werden. Einen Best-Practice-Broschüre führt eine Reihe namhafter Unternehmen und deren Beitrag zur Schonung und effzienten Nutzung von Ressourcen  an.

Abschließend sollte auch erwähnt werden, dass der Begriff auch vor der Esoterik-Szene angenommen wurde: Die durchaus populären “Zeitgeist-Movement” und das „Venus-Projekt“ befürworten eine technokratische Zukunftsvision, die auf einer ressourcenbasierten Ökonomie fußt. Der österreichische “Zeitgeist”-Ableger bekennt sich dazu, seit der Gründung im Herbst 2008 am Ziel einer “Ressourcenbasierten Ökonomie” zu arbeiten.

 

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