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Qualitätskontrolle ist (k)eine Genderfrage

EntscheidungsbäumeQualitätskontrolle ist keine Frage des Geschlechts. Frauen und Männer schneiden bei der visuellen Prüfkontrolle gleich gut ab.

Qualitätskontrolle ist eine Frage des Geschlechts. Frauen beziehen weitaus mehr Kriterien ein, ehe Sie bei einem Prüfteil über iO oder niO (in Ordnung/nicht in Ordnung) entscheiden.

Das ist – sehr vereinfacht – eine Aussage in der der Dissertation „Machine learned Models for structural behavioral differences“ von PROFACTOR-Mitarbeiters Wolfgang Heidl. Die Dissertation des Informatikers an der Universität Linz basiert auf der Forschung zum Projekt GenClass. Die geschlechterspezifischen Unterschiede bei der Entscheidungsfindung lassen sich in unterschiedlich komplexen „Entscheidungsbäumen“ (Bild) – sie sind bei Frauen verzweigter als bei Männern – veranschaulichen. In den Versuchen hatten 50 Frauen und 50 Männer Bilder von Gußteilen zu bewerten.

Das Merkmal Frau oder Mann steht bei dem Projekt allerdings nur pars pro toto. Unterschiedliche Entscheidungsbäume gäbe es auch bei einer Differenzierung nach Alter, Bildung oder anderen Kriterien. Von wissenschaftlicher Wert sind vor allem die Erkenntnisse darüber, wie Menschen bei Entscheidungsfindungen ticken und wie das menschliche Prüfverhalten in Modelle zu packen ist. Dieses Wissen ist für das „Anlernen“ maschineller Qualitätskontrollen mit menschlicher Intelligenz in der industriellen Bildverarbeitung relevant.

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