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Die Logik der Ameisen soll Logistikern helfen

heammerle

Ameisen-Kolonnen legen ihre Arbeitswege durchdacht an. Zur Orientierung setzen sie Pheromon-Duftmarken. Logistiker sollen davon lernen können. Zumindest wenn es nach dem PROFACTOR-Physiker Alexander Hämmerle geht. Die Pheromone, die er einsetzt, sind Zahlenreihen. Tatsächlich wird im Projekt ICIIT (Intelligente Cargo Infrastructur für intermodale Transportketten) die Logik von Ameisen eingesetzt. Genauer gesagt: die Ant Colony Optimization.

Metaheuristische Methode zum Optimieren von Tranportketten

Diese metaheuristische Methode ermöglicht das Optimieren von Transportketten in großen Transportnetzwerken. Seit zwei Jahren entwickelt Hämmerle in dem Projekt die Grundlagen für ein Tool, mit dem Logistiker optimale Transportketten planen können. Optimal bedeutet: Nicht nur Zeit und Kosten sind die Kriterien für eine Transportaufgabe, sondern auch die Energieffizienz und der CO2-Ausstoß. Intermodal bedeutet: Alle Möglichkeiten, die die Verkehrsträger Straße, Schiene, Wasser oder Luft bieten, werden miteinbezogen. Ebenso müssen Einschränkungen wie Ladekapazitäten oder Fahrpläne berücksichtigt werden: Eine Berechnung mit mathematischen Methoden ist bei derzeitigen Rechnerleistungen angesichts der fast unendlichen Möglichkeiten bei der Planung optimaler Transportwege heillos überfordert. Die Optimierung würde Jahre dauern.

Projekt wurde in Singapur präsentiert

Das Projekt wird vom Unternehmen Verkehrsplanung Käfer koordiniert. Ein weiterer Partner ist die Universität Aberdeen, im Industriebeirat sitzen Transportunternehmen. Im November 2013 sollen die Arbeiten fertig gestellt sein. Auf der Metaheuristics International Conference in Singapur wurden die Grundlagen des Planungstools soeben präsentiert. 

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